Alle Arten von Krypto-Betrug: Wie man die Bedrohung erkennt und sich schützt

Alle Arten von Krypto-Betrug: Wie man die Bedrohung erkennt und sich schützt
19. September 2025
~7 Mindestlesezeit

Allein im Jahr 2024 gelangten Kryptowährungen im Wert von 40,9 Milliarden US-Dollar in die Hände von Betrügern. Um solche Summen zu erbeuten, nutzten Kriminelle verschiedene Werkzeuge aus ihrem Arsenal.

Das Redaktionsteam von Quickex hat alle bekannten Arten von Krypto-Betrug in einem einzigen Überblick zusammengefasst und erklärt, wie Sie sich und Ihre Wallet davor schützen können.

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Hauptarten von Krypto-Betrug

Phishing

Prinzip: Betrüger erstellen geklonte Websites von Börsen oder Wallets und locken Opfer über Links in E-Mails oder sozialen Netzwerken dorthin.

Beispiel: Eine E-Mail „von Binance“ mit der Aufforderung, die Verifizierung abzuschließen oder eine Belohnung zu erhalten, führt zu einer gefälschten Website. Nach Eingabe der Zugangsdaten erhalten die Betrüger Zugriff auf Ihr Konto.

So vermeiden Sie Betrug: Überprüfen Sie die Website-Adresse, folgen Sie keinen Links aus E-Mails, verwenden Sie Lesezeichen.

Beispiel für Krypto-Phishing

Pyramidensysteme (Ponzi-Schemata)

Prinzip: Auszahlungen an frühe Investoren werden durch neue Einzahlungen finanziert. Sobald der Strom neuer Gelder versiegt, bricht das Projekt zusammen.

Beispiel: Ein Projekt verspricht enorme Gewinne, Auszahlungen funktionieren nur am Anfang, dann verschwindet die Website.

So vermeiden Sie Betrug: Denken Sie daran — garantierte hohe Gewinne mit Krypto gibt es nicht.

„Pig Butchering“

Prinzip: Ein Betrüger baut langsam eine vertrauensvolle Beziehung auf — in sozialen Netzwerken oder auf Dating-Seiten — und lädt Sie dann ein, in eine gefälschte Plattform zu investieren.

Beispiel: Eine „Frau aus den USA“ schreibt mehrere Monate, zeigt dann eine „superprofitabele App“ und überredet Sie, Ihr gesamtes Erspartes zu investieren.

So vermeiden Sie Betrug: Wenn ein Online-Bekannter Sie bittet zu investieren, handelt es sich fast sicher um Betrug.

Gefälschte ICOs und neue Token

Prinzip: Angebliche Entwickler versprechen ein innovatives Projekt, sammeln Geld ein und verschwinden.

Beispiel: Das Team startet eine Website, gibt einen Token heraus, zieht Investoren an und schließt innerhalb weniger Monate — oder sogar Tage — das Projekt und zieht alle Gelder ab.

So vermeiden Sie Betrug: Überprüfen Sie das Team, die Dokumentation und die Aktivität der Community.

Pump & dump

Prinzip: Eine Gruppe von Betrügern pusht eine wenig bekannte Münze; der Preis steigt stark an, die Organisatoren verkaufen ihre Bestände und der Preis stürzt ab.

Beispiel: Soziale Netzwerke sind voller Werbung für ein „unverzichtbares“ Projekt; die Münze steigt an einem Tag um ein Vielfaches und fällt dann auf null.

So vermeiden Sie Betrug: Kaufen Sie keine Token auf Grundlage von „Signalen“ und Gerüchten.

Beispiel für Pump & dump mit dem gefälschten Squid-Game-Token

Rug Pull (Rugpull)

Prinzip: Die Projektentwickler blockieren Auszahlungen oder ziehen die Liquidität ab und verschwinden.

Beispiel: Eine dezentrale Börse verspricht Boni, dann fällt der Token plötzlich im Wert und das Team löscht alle Konten.

So vermeiden Sie Betrug: Vertrauen Sie nur Projekten mit geprüftem Code und öffentlichem Team.

Erpressung und Nötigung

Prinzip: Das Opfer wird mit der Veröffentlichung kompromittierender Informationen bedroht und zur Zahlung in Krypto aufgefordert.

Beispiel: Eine E-Mail behauptet „Wir haben Ihren Computer gehackt und ein Video aufgenommen“ und fordert eine Zahlung in Bitcoin.

So vermeiden Sie Betrug: Ignorieren Sie solche E-Mails und melden Sie sie den Behörden.

Beispiel für Erpressung

Romance-Scams

Prinzip: Betrüger bauen Vertrauen auf Dating-Seiten auf und schlagen dann „für unsere gemeinsame Zukunft“ vor, in Krypto zu investieren. Im Gegensatz zu „Pig Butchering“ konzentriert sich dieses Schema auf den Aufbau einer romantischen Beziehung mit dem Opfer.

Beispiel: Ein Verlobter aus Europa überzeugt Sie, in ein gemeinsames Geschäft über eine gefälschte Plattform zu investieren.

So vermeiden Sie Betrug: Senden Sie kein Geld an Personen, die Sie nur online kennen.

Job-Scams

Prinzip: Dem Opfer wird eine Remote-Arbeit angeboten, bei der es Geld einzahlen muss, um Aufgaben zu erledigen.

Beispiel: Die ersten Aufgaben bringen Gewinne; dann wird eine große Einzahlung verlangt, danach wird das Konto gesperrt.

So vermeiden Sie Betrug: Legitime Jobs erfordern keine Vorauszahlungen; wenn eine Einzahlung verlangt wird, handelt es sich um Betrug.

Gefälschte Websites und Apps

Prinzip: Betrüger erstellen Kopien beliebter Dienste; Opfer geben ihre Daten ein und verlieren Geld.

Beispiel: Die „App“, die Sie heruntergeladen haben, stellt sich als Trojaner heraus.

So vermeiden Sie Betrug: Installieren Sie Software nur von offiziellen Websites und App-Stores.

Malware

Prinzip: Malware stiehlt private Schlüssel oder ersetzt Wallet-Adressen beim Kopieren.

Beispiel: Beim Versenden von Geldern wird die Adresse des Empfängers durch die des Betrügers ersetzt.

So vermeiden Sie Betrug: Verwenden Sie Antivirensoftware und Hardware-Wallets; überprüfen Sie Adressen manuell.

P2P-Betrug

„Dreieck“

Prinzip: Der Betrüger verbindet einen Krypto-Verkäufer und ein Opfer, sodass einer dem anderen Geld sendet, während die Krypto an den Betrüger geht.

Beispiel: Das Opfer glaubt, ein Produkt zu kaufen, überweist Geld auf die Karte des Krypto-Verkäufers, während die Coins an den Betrüger gehen.

So vermeiden Sie Betrug: Arbeiten Sie nur über Plattformen mit Escrow; überprüfen Sie die Details persönlich im Büro des Wechselbüros.

Gefälschte Screenshots und SMS

Prinzip: Der Betrüger zeigt eine gefälschte Zahlungsbenachrichtigung, um die Krypto-Überweisung zu beschleunigen.

Beispiel: Sie erhalten eine SMS mit „Geld gutgeschrieben“, aber es ist kein Geld eingegangen.

So vermeiden Sie Betrug: Überprüfen Sie die eingehende Zahlung in Ihrer Banking-App.

Attraktive Bedingungen

Prinzip: Der Angreifer lockt das Opfer mit einem überhöhten Wechselkurs für Krypto und ändert dann plötzlich den Preis während des Geschäfts.

Beispiel: Eine Anzeige bietet an, Bitcoin für 25.000 US-Dollar zu kaufen, wenn der Markt bei 23.000 US-Dollar liegt, aber zum Zeitpunkt des Geschäfts ist der „Kurs“ auf 20.000 US-Dollar gefallen.

So vermeiden Sie Betrug: Bestätigen Sie die Bedingungen in jedem Schritt des Geschäfts.

Vorauszahlung (mit niedriger Netzwerkgebühr)

Prinzip: Nach mehreren ehrlichen Transaktionen, um Vertrauen aufzubauen, schlägt der Betrüger eine große Überweisung mit niedriger Netzwerkgebühr vor, die storniert werden kann.

Beispiel: Die Krypto „bleibt hängen“, das Opfer sendet Fiat und der Betrüger storniert die Transaktion in der Blockchain.

So vermeiden Sie Betrug: Warten Sie auf Bestätigungen in der Chain; überprüfen Sie Transaktionen über Blockchain-Explorer.

Falscher Support

Prinzip: Indem sie sich als Mitarbeiter von P2P-Plattformen ausgeben, entlocken Betrüger Codes, Seed-Phrasen und Passwörter.

Beispiel: Ein „Support-Agent“ bittet Sie, einen SMS-Code „zur Bestätigung des Geschäfts“ zu senden.

So vermeiden Sie Betrug: Kontaktieren Sie den Support nur über offizielle Kanäle.

Rückbuchung („Chargeback“)

Prinzip: Der Käufer überweist Geld, erhält Kryptowährung und macht später die Zahlung über die Bank rückgängig.

Beispiel: Der Verkäufer sendet USDT, aber eine Woche später gibt die Bank das Geld an den Käufer zurück.

So vermeiden Sie Betrug: Arbeiten Sie nur mit Nutzern mit gutem Ruf und hohen Bewertungen.

„Überzahlung“

Prinzip: Der Betrüger sendet einen höheren Betrag und bittet Sie, die Differenz zurückzuzahlen, und storniert dann die erste Überweisung.

Beispiel: Statt 10.000 US-Dollar kommen 20.000 an; der Betrüger bittet, die „zusätzlichen 10.000“ zurückzugeben, und macht dann die ursprüngliche Zahlung rückgängig.

So vermeiden Sie Betrug: Zahlen Sie kein „extra Geld“ zurück, ohne Bestätigung der Bank.

Checkliste: Wie man nicht Opfer von Krypto-Betrug wird

  • Verwenden Sie nur vertrauenswürdige Websites und offizielle Apps.
  • Geben Sie niemals Ihre Seed-Phrase oder Bestätigungscodes weiter.
  • Glauben Sie nicht an Versprechen von garantierten Renditen.
  • Führen Sie Geschäfte nur über Plattformen mit Escrow und gutem Ruf durch.
  • Stellen Sie sicher, dass die Transaktion in der Blockchain Bestätigungen hat.
  • Akzeptieren Sie niemals Geschäfte außerhalb der Plattform.
  • Überprüfen Sie, ob Name und Zahlungsdetails des Zahlers übereinstimmen.
  • Denken Sie daran: Eile und Gier sind die Hauptwerkzeuge der Betrüger.

Fazit

Betrüger stehen nie still. Jeden Tag erfinden Kriminelle als Reaktion auf aufgedeckte Bedrohungen neue Wege, um an Ihre Krypto zu gelangen. Der einzige echte Schutz ist Wissen. Wenn Sie verstehen, wie die Täter arbeiten und an welchen „Saiten“ sie ziehen können, haben Sie eine Chance, der Bedrohung zu widerstehen.

Das Redaktionsteam von Quickex überwacht ständig neue Bedrohungen. Folgen Sie unseren Veröffentlichungen, um sicher zu bleiben.

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