
Am 9. September 2025 stellte Apple erneut Produkte vor. Doch die wichtigsten Diskussionen in der Krypto-Community drehten sich nicht um das iPhone 17, sondern um Gerüchte. Beiträge behaupteten, Apple würde mit Ripple kooperieren, XRP als Zahlungsmittel akzeptieren und sogar Milliarden von Dollar in die Kryptowährung investieren.
Es ist nicht das erste Mal, dass solche Gespräche auftauchen — schon vor Jahren erschienen regelmäßig „Code-Leaks“ und „Insider-Informationen“ in den sozialen Netzwerken. Die Redaktion von Quickex beschloss zu prüfen, was wahr ist und was reine Fälschung.
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Woher die Gerüchte im Jahr 2025 kamen
Schon vor der Präsentation tauchten Beiträge auf, die behaupteten, Apple bereite sich darauf vor, XRP-Zahlungen für das iPhone 17 zu akzeptieren.
Gleichzeitig verbreiteten sich noch lautere Behauptungen, dass der Technologieriese plane, XRP im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Laut den Autoren solcher Beiträge wäre dies einer der größten Schritte eines traditionellen Unternehmens in Richtung Kryptowährungen.
Ein weiterer Anlass zur Spekulation war eine angeblich neue Apple-Subdomain. In sozialen Netzwerken hieß es, das Unternehmen habe diese speziell für einen zukünftigen XRP-Dienst registriert.
Anhänger der Theorie sahen auch im Design des neuen iPhones einen „Beweis“. Sie zogen Parallelen zwischen den Umrissen der Kameras des Geräts und dem Ripple-Symbol. Ihre Ähnlichkeit, so die Autoren, deute auf eine Zusammenarbeit hin.

Vergleich des Designs des neuen Apple-Telefons mit dem Ripple-Logo
Die Welle wurde auch durch einen Screenshot des angeblichen „internen Apple-Codes“ mit Erwähnung von XRP angeheizt.
Analyse des „Code-Leaks“
Der Screenshot mit dem angeblichen Apple-Code verdient eine gesonderte Betrachtung. So sieht er aus:

Auf dem Bild ist tatsächlich die Zeile zu sehen:
$payment_option = "$XRP";
Doch bei genauerem Hinsehen fällt sofort auf: Die Struktur ist kaputt, HTML und CSS sind vermischt, Tippfehler treten auf (unndernline, vontainer, bord-pleck). Ein solcher Code kann in der realen Entwicklung nicht funktionieren.
Auch das JSON-Format enthält Fehler: Das Objekt mit der Zeichenkette $XRP wurde mitten in das HTML eingefügt — ohne Logik, was es im Production-Code von Apple oder einem anderen großen Unternehmen nicht geben würde.
Auch die Syntax wirkt unecht: Einzelne Fragmente erinnern eher an das Ergebnis einer KI, die Tags verwechselt oder Buchstaben austauscht.
Und vor allem gibt es keinerlei Zusammenhang mit echter Zahlungslogik. Selbst wenn Apple mit Kryptowährungen experimentieren würde, geschähe dies über Payment-SDKs und -APIs, nicht durch das zufällige Einfügen einer $XRP-Variablen in den Website-Code.
Das Urteil ist eindeutig: Das sogenannte „Leak“ ist eine Fälschung — entweder von Hand erstellt oder mithilfe von KI.
Gerüchte reichen bis ins Jahr 2019 zurück
Gespräche über eine mögliche Partnerschaft zwischen Apple und Ripple tauchten bereits vor sechs Jahren auf. Leider für die Befürworter dieser Theorien bestätigte sich keine dieser Aussagen. Aber sie gaben den Ton für spätere Gerüchte an, die praktisch nach jeder großen Apple-Präsentation zurückkehren.
Apple und andere Krypto-Projekte
Ripple ist nicht das einzige Projekt, das Fans mit Apple in Verbindung gebracht haben. Im Jahr 2024 entstand ein ähnlicher Gerüchtezyklus um Render. Nach der Präsentation des Apple Vision Pro behaupteten Nutzer, dass auf einer der Folien angeblich das RNDR-Logo zu sehen war. Der „Fund“ wurde als Beweis präsentiert, dass Apple Render unterstützt und gemeinsame Projekte im Bereich Grafik und Visualisierung plane.
In Wirklichkeit handelte es sich lediglich um Demo-Material, das Elemente von Drittanbietern enthielt. Doch — wie im Fall von XRP — reichte dies aus, um eine Welle an Diskussionen und ein gesteigertes Interesse am Token auszulösen.
Fazit
Apple entwickelt tatsächlich Zahlungsdienste, darunter Apple Pay und Apple Wallet, und arbeitet mit Fintech-Unternehmen zusammen. Doch Behauptungen über den Kauf von XRP, die Annahme der Kryptowährung für iPhone-17-Zahlungen, milliardenschwere Investitionen oder die Verwendung von Ripple-Symbolik im Design der Geräte haben keine Belege.
Auch die Geschichten über das Code-Leak und die Subdomain wirken eher wie Spekulationen als wie Fakten. Ähnliche Gerüchte gab es bereits zuvor — 2019 rund um XRP und 2024 rund um Render.
All dies zeigt, dass Apple ein Magnet für Krypto-Klatsch bleibt, aber bisher keines dieser Gerüchte über Fantasie und Hype hinausging.
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