
Am 17. September 2025 findet eines der wichtigsten Ereignisse für Krypto-Investoren statt. An diesem Tag wird die Fed ihre nächste Sitzung über den Leitzins abhalten. Anders als bei früheren Sitzungen könnte der 17. September zu einem Datum werden, das die Zukunft der Kryptoindustrie bestimmt.
Hier erklären wir, warum die Kryptogemeinschaft auf dieses Datum schaut und auf welche Szenarien man vorbereitet sein sollte.
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Zinsprognosen
Die Fed begann den lang erwarteten Zyklus von Zinssenkungen vor einem Jahr – im September 2024. Diese Entscheidung wurde von einer starken Rallye am Kryptomarkt begleitet. Wenn die Fed den Leitzins senkt, werden Kryptowährungen für Investoren attraktiver, da die Renditen traditioneller Anlagen zurückgehen. Marktteilnehmer müssen nach Alternativen suchen, und viele wenden sich dem Kryptomarkt zu.
Der Zyklus der Senkungen stoppte im Dezember 2024. Seitdem hat die Fed auf jeder Sitzung den Zinssatz unverändert gelassen. Der Grund dafür sind Befürchtungen einer steigenden Inflation, die durch Trumps „Handelskriege“ und andere Initiativen des Präsidenten angeheizt wurde.

Wie sich der Leitzins der Fed in den letzten 5 Jahren verändert hat. Quelle: tradingeconomics
Der US-Präsident drängte wiederholt auf Zinssenkungen, und bis August 2025 schien er – gemessen an der Rede-Rhetorik von Powell beim Symposium in Jackson Hole – den Regulator erfolgreich unter Druck gesetzt zu haben.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed am 17. September bei 92 %.

Prognose für den Fed-Leitzins im September. Quelle: CME
Leider könnte der Kryptomarkt dieses Mal nicht auf die Nachricht einer Zinssenkung anspringen.
Wie die Zinsentscheidung der Fed Bitcoin beeinflussen könnte
Bloomberg weist hin auf eine Warnung von JPMorgan. Laut der Bank könnte die erwartete Zinssenkung der Fed am 17. September eine „Sell the News“-Reaktion auslösen – Gewinnmitnahmen und einen Rückgang des Aktienmarktes.
Trotz eines Anstiegs des S&P 500 um rund 30 % seit April bestehen weiterhin Risiken – im Zusammenhang mit Inflation, einem schwachen Arbeitsmarkt, Zöllen und dem saisonal schwachen September. Die Bank empfiehlt Absicherungen, auch wenn Zinssenkungen außerhalb von Rezessionen historisch oft Kursgewinne unterstützt haben.
Der Kryptomarkt spiegelt häufig die Bewegungen des Aktienmarktes wider, da Aktien ebenfalls Risikoanlagen sind. Ein Kursrückgang am Aktienmarkt aufgrund der Zinsnachrichten könnte daher auch die Kryptoindustrie belasten.
Analysten glauben, dass die potenzielle Zinssenkung bereits in Risikoanlagen eingepreist ist. Daher könnte selbst eine Bestätigung der Prognose am 17. September einen Abverkauf von Kryptowährungen auslösen – da die optimistischsten Erwartungen bereits hinter uns liegen.
Gleichwohl glauben einige Marktteilnehmer, dass nach der Zinssenkung der Fed zwangsläufig eine neue Hausse folgen wird. Einige Investoren meinen, dass die Entscheidung der Auslöser für einen parabolischen Anstieg von Bitcoin sein wird.
Zu den Optimisten gehört Analyst Quentin Francos, der argumentiert, dass der Kryptomarkt auf die Nachricht einer Zinssenkung praktisch zwangsläufig steigen müsse – allein schon, weil Kapital aus traditionellen Anlagen in Kryptowährungen fließen werde.
Fazit
Der 17. September könnte die Erwartungen der Kryptogemeinschaft nicht erfüllen. Leider bewegen sich Märkte oft entgegen dem Konsens – und dieses Mal könnte es nicht anders sein.
Tatsache ist, dass die bevorstehende Zinssenkung der Fed möglicherweise bereits im Bitcoin-Preis eingepreist ist. In diesem Fall könnte sich der 17. September nicht als der Tag erweisen, an dem Krypto parabolisch steigt, sondern als schmerzhafte Ohrfeige für Investoren. Solche Ereignisse führen oft zu Abverkäufen von Vermögenswerten.
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